Die 57. Jugend-Europameisterschaften im italienischen Riva del Garda, die nicht in allen Bereichen optimal für Deutschland gelaufen waren, endeten immerhin mit einem tollen Erfolg für den DTTB. Bei den Mädchen glückte die Titelverteidigung.
Allerdings ging die Goldmedaille diesmal nicht an die Gewinnerin von 2013, Nina Mittelham vom TTBL-Aufsteiger Bad Driburg. Chantal Mantz, die zwar bereits für Kolbermoor im Oberhaus spielt, dennoch aber als Außenseiterin ins Endspiel ging, brachte das Kunststück fertig, dort ihre hoch gehandelte Nationalmannschafts-Kollegin mit 10:12, 13:11, 11:6, 11:9 und 11:9 zu besiegen.
Viermal hatte Mantz zuvor bereits in JEM-Endspielen gestanden und alle vier Male den Kürzeren gezogen. Doch diesmal war es endlich so weit – und das war letzte Eisenbahn, da der 18-jährigen Bayerin der große Coup bei ihrer allerletzten Titelchance im Jugendbereich gelang.
Die amtierende Deutsche Jugend-Einzelmeisterin revanchierte sich somit erfolgreich für die 2011 in Kasan im Schülerinnen-Finale erlittene 1:4-Niederlage gegen Mittelham.
In den Halbfinals von Riva del Garda hatte die spätere Turniersiegerin Ekaterina Guseva aus Russland mit 4:1 geschlagen, ihre Finalgegnerin war gegen Pauline Chasselin (Frankreich) ohne Satzverlust erfolgreich gewesen.
Das Urteil von Chantal Mantz kurz nach dem verwandelten Matchball fiel recht emotional aus: „Einfach geil. Es ist einfach geil!“ Einige Stunden später las sich ihre Bewertung bereits etwas nüchterner: „Das war heute altersbedingt die letzte Möglichkeit, eine Goldmedaille zu gewinnen. Ich bin überglücklich, dass ich diese Chance genutzt habe. Dies gelang mir, weil ich mich nie aus der Ruhe habe bringen lassen und meine Taktik konsequent durchgezogen habe.“
Deutsche Medaillengewinne bei der Jugend-EM 2014
Mädchen-Einzel: Gold (Mantz) und Silber (Mittelham)
Schüler-Doppel: Bronze (Engemann/Xu)
Mädchen-Mannschaft: Silber
Schüler-Mannschaft: Bronze
Schülerinnen-Mannschaft: Bronze
DTTB-Spiele der letzten Runden in den Einzel-Wettbewerben
Mädchen
Finale
Chantal Mantz – Nina Mittelham 4:1 (-10, 11, 6, 9, 9)
Halbfinale
Chantal Mantz – Ekaterina Guseva RUS 4:1 (-7, 5, 8, 10, 8)
Nina Mittelham – Pauline Chasselin FRA 4:0 (6, 13, 8, 9)
Jungen
3. Runde
Dennis Klein – Nikita Yarushin RUS 1:4 (-6, 7, -5, -7, -9)
Kilian Ort – Alexander Valuch SVK 3:4 (-7, -8, 7, 3, 3, -8, -8)
Schülerinnen
Achtelfinale
Lotta Rose – Adina Daiconu ROU 0:4 (-5, -4, -7, -2)
Jennie Wolf – Maria Taylakova RUS 2:4 (9, -7, -6, -5, 8, -7)
Schüler
3. Runde
Alexander Gerhold – Cristian Chirita MDA 2:4 (-8, 11, -9, -8, 4, -3)
Gerrit Engemann – Remi Menand FRA 0:4 (-8, -5, -4, -10)
Doppel-Wettbewerbe
Jungen, Viertelfinale
Kilian Ort/Dang Qiu – Carl Ahlander/Anton Kallberg SWE 2:3 (-6, -6, 2, 4, -9)
Mädchen, Viertelfinale
Chantal Mantz/Yuan Wan – Lea Rakovac/Natalia Bajor CRO/POL 1:3 (4, -4, -10, -9)
Jugend, Gemischtes Doppel, Viertelfinale
Nina Mittelham/Kilian Ort – Bernadett Balint/Nandor Ecseki ROU/HUN 2:3 (-7, -8, 4, 8, -10)
Schülerinnen, 2. Runde
Luisa Säger/Lotta Rose – Jana Bernard/Natascha Koszulap BEL 0:3 (w.o.)
Schüler, Halbfinale
Gerrit Engemann/Jannik Xu – Cristian Pletea/Rares Sipos ROU 2:3 (8, 6, -8, -5, -10)
Team-Wettbewerbe
Mädchen, Finale
Deutschland – Frankreich 1:3
Nina Mittelham – Marie Migot 3:0 (9, 4, 9)
Yuan Wan – Pauline Chasselin 0:3 (-5, -5, -8)
Chantal Mantz – Laura Pfefer 2:3 (-6, 9, -9, 8, -9)
Wan – Marie Migot 1:3 (-10, -7, 4, -5)
Jungen, Finale
Frankreich – Polen 3:0
Spiel um Platz 5
Deutschland – Kroatien 1:3
Dang Qiu – Filip Zeljko 2:3 (11, 9, -3, -8, -3)
Kilian Ort – Tomislav Pucar 2:3 (-10, 6, 7, -8, -7)
Dennis Klein – Vedran Bakac 3:1 (-6, 7, 3, 3)
Ort – Filip Zeljko 2:3 (7, -11, -1, 6, -6)
Schülerinnen, Finale
Rumänien – Russland 3:1
Spiel um Platz 3
Deutschland – Ungarn 3:1
Jennie Wolf – Orsolya Feher 3:0 (6, 8, 5)
Lotta Rose – Leonie Hartbrich 0:3 (-9, -5, -7)
Jennie Wolf/Lotta Rose – Orsolya Feher/Leonie Hartbrich 3:2 (-13, 7, -6, 10, 5)
Jennie Wolf – Leonie Hartbrich 3:1 (-4, 8, 8, 9)
Schüler, Spiel um Platz 3 (Die Bronzemedaille ging an beide Nationen)
Deutschland – Russland 1:3
Alexander Gerhold – Denis Ivonin 1:3 (10, -5, -7, -13)
Gerrit Engemann – Artur Abusev 3:1 (3, 6, -9, 6)
Engemann/Gerhold – Ivonin/Kotov 0:3 (-9, -3, -10)
Engemann – Ivonin 2:3 (-7, -4, 5, 7, -7)