Do., 27. Februar 2025
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ITTF: Mildes Urteil im Fall Ma-Fan-Xu

Wie erwartet, hat die ITTF ein recht mildes Urteil in der Causa Ma-Fan-Xu gefällt, die sich trotz ihres spektakulären Streiks bei den China Open in Chengdu wegen der Ausbootung ihres Trainers Liu Guoliang auch künftig auf der internationalen Bühne zeigen dürfen.

Mit dem am Dienstag publizierten Urteil des ITTF-Disziplinarausschusses gegen Ma Long, Fan Zhendong und Xu Xin möchte der Weltverband einerseits sein Gesicht wahren und eine Provokation entsprechend ahnden, andererseits die Angelegenheit aber auch nicht übermäßig dramatisieren.  

Dies umso mehr, als der für die ITTF nicht gerade unwichtige, unmittelbar betroffene chinesische Verband schon eingelenkt hatte – die Spieler hatte sich in einer wohl vorformulierten Erklärung vor Monaten bereits öffentlich entschuldigt, man könnte auch sagen, sie mussten zu Kreuze kriechen. Daraufhin durfte Olympiasieger und Weltmeister Ma Long, nachdem ihn der Verband länger als vier Monate auf Eis gelegt hatte, beim World Cup in Lüttich starten, wo er allerdings mit Platz drei die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. 

Gegen Ma Long, den WM-Zweiten Fan Zhendong und den WM-Dritten Xu Xin wurde eine Geldstrafe in Höhe von je 20.000 Dollar (ca. 17.000 Euro) verhängt, die sie als Tischtennis-Millionäre gewissermaßen aus der Portokasse bezahlen können.  

Von einer internationalen Sperre, wie sie eigentlich zu vertreten gewesen wäre, habe man abgesehen. Die ITTF führt an, dass sie sich aufgrund der öffentlichen Entschuldigungen des rebellischen Trios und der Zusicherung ihres Verbandes, dass sich dergleichen nicht wiederholen werde, veranlasst sah, ein versöhnliches Urteil zu fällen. 

Alle drei Tischtennisstars akzeptierten das Urteil und verzichteten auf Rechtsmittel. Ihrer Rückkehr zur World Tour und anderen internationalen Events steht nichts mehr im Wege.

 

Text: Dr. Stephan Roscher

Fotos: ITTF

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