Wetzlar. Auf dem Weg zu seinem 13. Titelgewinn trifft Timo Boll bei den 87. Nationalen Deutschen Meisterschaften in Wetzlar zum Hauptrunden-Auftakt am Samstag um 12.30 Uhr auf Qiu Liang. Das ergab die Auslosung nach der Gruppenphase am Freitagabend in der Rittal Arena.
„Vor zwei Jahren habe ich im Pokal 0:3 verloren“, erinnert sich der 24-Jährige Qiu. „Ich freue mich auf das Spiel, denn wo sonst hätte ich die Möglichkeit, gegen Timo spielen zu können.“ Der an Position zehn gesetzte Steffen Mengel musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Bei den Damen bekommt es die topgesetzte Petrissa Solja ab 11.45 Uhr mit Miriam Jongen zu tun.
Herren: Viel Dramatik und keine Überraschungen
Vor 1600 Zuschauern herrschte in den vier Gruppen auch nach den letzten Vorrunden-Begegnungen noch Hochspannung. Das hatte seinen Grund, denn hinter den souveränen und ungeschlagenen Erstplatzierten hatte jeweils ein Trio eine 1:2-Bilanz aufzuweisen. In der Gruppe A mussten zwischen Maximilian Dierks, Frederik Spreckelsen und Ali-Serdar Gözübüyük aufgrund der Satzgleichheit die Bälle gezählt werden. Dierks (108:110) lag knapp vor Spreckelsen (108:117). Eine Stunde später hatte aber auch der Spieler aus Schleswig-Holstein noch Grund zur Freude, denn aufgrund der Mengel-Absage wurde Frederik Spreckelsen als einer von insgesamt acht Gruppendritten gezogen und darf am Samstag in der Rolle des Lucky-Loser in der ersten Hauptrunde mitwirken. Sein Gegner: Dang Qiu.
Der an Position zwei in Wetzlar gesetzte Patrick Franziska bekommt es zum Auftakt mit Björn Helbing, der sich ebenfalls mit nur einem Sieg unter die besten 32 vorspielte, zu tun. Wie schon vor zwei Jahren in Bamberg „droht“ im Achtelfinale erneut ein Bruderduell. Ricardo Walther muss dazu aber zunächst seiner Favoritenrolle gerecht werden und Hartmut Lohse ausschalten. Auf Gianluca Walther wartet Gruppensieger Tom Eise, während der an Nummer drei gesetzte Bastian Steger zunächst auf den 18-Jährigen Benno Oehme trifft.
Damen: Nachwuchs überzeugt vor den Augen der Mädchen-Bundestrainerin
Gleich vier der acht Gruppen wurden von einer Nachwuchsspielerin gewonnen. Ohne Niederlage setzten sich Franziska Schreiner, Yuki Tsutsui, Wenna Tu und Leonie Berger durch. Die ersten Plätze von Schreiner, Tsutsui sowie Tu kommen für Mädchen-Bundestrainerin Dana Weber nicht überraschend. „Mit dem ersten Platz von Leonie hatte ich dagegen im Vorfeld nicht gerechnet“, verriet Weber. Doch damit nicht genug: Die jüngste Spielerin in der morgigen Hauptrunde ist Naomi Pranjkovic. Hinter Tu belegte die erst 14-Jährige den zweiten Platz und darf sich nun mit Wan Yuan messen. Auf die an Position eins gesetzte Petrissa Solja wartet Miriam Jongen, die sich hinter Rebecca Mohr als Gruppenzweite für die nächste Stufe qualifizierte. Die Mitfavoritin auf den Titel, Kristin Lang, trifft auf die 17 Jahre junge Jana Kirner. Shan Xiaona bekommt es mit Marie-Sophie Wiegand zu tun. Shan´s Teamkollegin beim ttc berlin eastside, Nina Mittelham, wurde Do Thi Tho als Gegnerin zugelost.
Doppel: Topgesetzte Paarungen greifen erst am Samstag ein
Die Hauptrunden der drei Doppel-Konkurrenzen sind ebenfalls komplett. Die an Position eins gesetzten Patrick Franziska und Ricardo Walther treffen auf Hartmut Lohse/Frederik Spreckelsen. Kristin Lang/Shan Xiaona und Ann-Marie Dahms/Karina Pankunin stehen sich gegenüber. Im nach 13 Jahren Pause wieder eingeführten Mixed müssen Petrissa Solja/Patrick Franziska auf dem Weg zu einer Medaille zunächst Caroline Hajok/Arne Hölter besiegen.
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Text: DTTB
Fotos (6): Dr. Stephan Roscher